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Angeln in Schweden

 
Angeln in Schweden

Wenn Sie Hobbyangler sind, werden Sie in Schweden sicherlich glücklich werden. Hier gibt es saubere Gewässer, unberührte Natur und ganz viel Ruhe. Die Seen und Flüsse sind idyllische Bestandteile der Natur und wer möchte, kann hier einen richtigen Natururlaub verbringen.

Man stelle sich das Bild nur einmal vor, das sich einem da förmlich aufzwängt: Vater und Sohn haben ein Ferienhaus in Schweden gemietet - die Mutter kann natürlich auch mitkommen, nur wird sie kaum mit zum Angeln gehen - und den Tag verbringen die beiden am Wasser beim Angeln. Der gefangene Fisch wird abends am Lagerfeuer gegrillt, wenn der Erfolg ausgeblieben ist, muss eben Mama mit ihren Kochkünsten weiterhelfen Smile

Dieses Klischee eines Schwedenurlaubs ist gar nicht so weit von der Wirklichkeit entfernt. Vor allem außerhalb der Hauptsaison bieten sich unzählige Möglichkeiten zum Angeln in Schweden und Genießen der Ruhe, teilweise werden Sie hier nicht einmal am Tag einem anderen Menschen begegnen. Doch wo können Sie denn nun das pure Anglerglück genießen?

Eigentlich überall an den über 90.000 schwedischen Seen Smile

Zum einen sei an dieser Stelle die Gebirgsregion des Västerbotten genannt. Durchzogen von verschiedenen Tälern geht es hier bis zum Hochgebirge hinauf. Vor allem die Flüsse Vindelälv und dessen Nebenfluss Laisälv sind sehr ertragreich, was das Angeln angeht. Interessant ist auch das Fischen im Winter, das Pimpeln. Das ist in den Monaten November bis Dezember zu empfehlen. Die Eisdecke, die sich auf Flüssen und Seen gebildet hat, ist dann noch dünn und kann leicht geöffnet werden. Zudem sind noch weitaus mehr Fische an der Oberfläche, wenn es durch das dünne Eis heller ist - sie beißen dann einfach besser. Der Köder spielt auch nur eine untergeordnete Rolle.

Ein anderes sehr beliebtes Angelgebiet ist Dalsland. Hier stellen sich dem Angler allerdings einige Probleme: er hat sich für einen See entschieden, dreht sich um - und sieht noch einen und noch einen und noch einen See, die jeder für sich viel verlockender aussehen, als der letzte. Hier hilft nur, genug Zeit für den Urlaub einzuplanen um wenigstens einige Seen auszuprobieren oder im nächsten Urlaub erneut in die Region zu reisen. Allerdings sagt die Menge der Seen noch nichts über die tatsächlich zu fangenden Fische aus. Denn diese stehen nicht an einer Stelle, nämlich vor der Haustür des Ferienhauses, sondern halten sich meist etwas weiter im See auf. Hilfreich ist es da, wenn Sie sich eine Stelle mit Strömung suchen, denn ansonsten kann es sein, dass außer Barschen nichts beißt.

Der Angermanälven sei hier nicht vergessen. Er gilt als der See in Schweden, der den größten Artenreichtum aufweisen kann. Hier finden Angler mit etwas Ausdauer sicherlich ihr Glück, auch wenn sie die Angeltaktik je nach Witterung immer wieder ändern müssen.
Wer in sehr großen Seen angeln will, muss darauf gefasst sein, gar nichts zu erwischen. Denn die Fische halten sich eben nicht am Ufer auf. Nimmt man den Vättern als Beispiel mit seiner großen Ausdehnung, so muss man schon mit einem Boot unterwegs sein um etwas weiter auf den See hinaus zu gelangen. Ansonsten ist der Fischfang ein fast hoffnungsloses Unterfangen oder zumindest sehr entmutigend.

Die Fische, die am häufigsten in den Gewässern Schwedens gefangen werden, sind übrigens Lachs und Lachsforelle, Saibling, Hecht und Barsch, Äsche, Plötze und Brachse. Gerade in Ostseenähe sind es auch immer wieder Weißfische, die geangelt werden können. Die Einheimischen sind scheinbar ganz wild auf Barsche, Urlauber kommen in erster Linie zum Lachsfischen hierher. Allerdings ist es vielen Hobbyanglern auch völlig egal, was sie angeln - sofern es ein Fisch ist und er eine annehmbare Größe aufweisen kann.

Angeln in Schweden ist auch ohne den in Deutschland üblichen Jahres-Fischereischein möglich. Aber für die meisten Gewässer wird die so genannte "fiskekort" benötigt. Meist beträgt der Preis für diese Karte pro Tag sechs Euro, wer nach Lachsen und Edelfischen angeln will, muss mehr bezahlen. Man erhält diese Karte meistens in den örtlichen Touristenbüros, Sportgeschäften und manchmal auch an Tankstellen. Teilweise wird auch nach dem Angeln nach dem erreichten Fanggewicht abgerechnet.

In den Seen Vättern, Hjälmaren, Vänern, Mälaren sowie im See Storsjön im Norden von Schweden kann übrigens kostenlos geangelt werden. Auf schwedisch heißt das frifiskerätt, was soviel wie Freiangelrecht bedeutet. Gemeint ist aber nur das Angeln mit einem Handgerät. Für das Sportfischen werden übrigens andere Gebühren erhoben, die sich von Jahr zu Jahr ändern.

Wenn Sie sich also ein Ferienhaus in Schweden gemietet haben, freuen Sie sich auf auf Abenteuer: Angeln in Schweden !

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